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Holtenauer Straße 143
24118 Kiel

Tel.: 0431 / 888 22 480
Fax: 0431 / 888 22 481
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Sprechzeiten:
nach telefonischer Terminvereinbarung

Versorgung vor Ort:

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Wie gestaltet sich der Versorgungsablauf?

Die Entfernung des Auges erfolgt in der Regel in einer augenärztlichen Fachklinik. Anschließend vereinbaren sie einen Termin in unserer Praxis und wir übernehmen dann die weitere Betreuung. Dies beginnt mit dem Einsetzen einer provisorischen Augenprothese etwa 10 Tage nach Operation und einer gründlichen Beratung und Behandlungseinweisung. Nach weiteren 2–3 Wochen erhalten sie dann den nächsten Termin zur Anpassung der endgültigen Augenprothese. Zusätzlich empfehle ich immer die Anfertigung einer weiteren Prothese nach ca. 6 Monaten. Bis dahin können weitere Veränderungen der Augenhöhle auftreten die eine Neuanpassung sinnvoll machen. Die erste Prothese kann dann im Notfall (Bruch oder Verlust) auch als „Notreserve“ dienen, was vielen Patienten ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit im Umgang mit ihrer neuen Situation gibt.

Ist das Einsetzen oder Tragen der Prothese schmerzhaft?

Im ersten Moment ist es ungewohnt, aber in der Regel nicht schmerzhaft! Bereits nach wenigen Augenblicken tritt ein Gewöhnungseffekt ein und das Kunstauge (volkstümlich auch „Glasauge” genannt) wird nicht mehr als störend empfunden.

Wer übernimmt die Kosten?

Grundsätzlich erstatten die Krankenkassen einmal pro Jahr eine neue Prothese. Im Bedarfsfall, also bei Bruch oder Verlust sowie bei der Versorgung von Kindern (wachstumsbedingt) auch mehrmals pro Jahr. Auch bei postoperativen Veränderungen oder nach erneuter Orbitarekonstruktion (= chirurg. Aufbau der Augenhöhle) wird eine Neuanfertigung genehmigt.
Unabdingbar für jede Anfertigung ist immer ein Rezept
von Ihrem Augenarzt.  Es ist Grundlage für die Abrechnung mit den Kostenträgern.  

Bei Kriegsbeschädigten muss ein Bestellschein durch die orthopädische Versorgungsstelle vorliegen (wird vom Patient beantragt). Der zu leistende Eigenanteil für jede neue Versorgung beträgt nach §33 SGB V für jeden gesetzlich Versicherten 10,– Euro. Bei von Zuzahlung befreiten Patienten sowie Berufsbeschädigten (BG als Kostenträger) und Personen unter 18 Jahren entfällt dieser Beitrag. Bei privat versicherten Patienten erfolgt die Versorgung nach ähnlichen Grundsätzen, wobei natürlich ein gewisser Hebesatz vorliegt. Dieser ist individuell und wird je nach Versorgungsaufwand in Rechnung gestellt. Patienten ohne Versicherung oder anderen Status zahlen nach Absprache.

Wie sehe ich damit aus?

In der Regel lässt sich ein künstliches Auge unauffällig tragen und ermöglicht so ein sicheres persönliches Auftreten. Neben einer gut angepassten Prothese sind jedoch die anatomischen Gegebenheiten (Verlustursache, OP-Methode, Heilungsverlauf etc.) ausschlaggebend für das spätere Erscheinungsbild. Sind die Augenmuskeln intakt und konnte in der Klinik ein Implantat eingesetzt werden, kann sich die Prothese sogar (eingeschränkt) mitbewegen.

Ist die Augenprothese leicht zerbrechlich?

Durch seine Lage in der Augenhöhle ist das Kunstauge gut geschützt und kann auch bei sportlichen Aktivitäten oder bei Saunabesuchen bedenkenlos getragen werden. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir aber bei Ballsportarten oder beim Schwimmen das Tragen einer geeigneten Schutzbrille.
Beim Reinigen und Herausnehmen ist ebenfalls Vorsicht geboten.
Fällt es auf harten Untergrund wie Waschbecken oder Fliesen kann es zerbrechen
Weitere Informationen zur Pflege und Handhabung erhalten Sie bei uns in der Praxis.

Wie lange kann ich das Auge tragen?

Bedingt durch die Einwirkung der Tränenflüssigkeit und anderer Umwelteinflüsse (mechanische Belastungen) verschleißt die Oberfläche der Prothese. Die Tragedauer beträgt durchschnittlich 1 Jahr. Funktionelle Störungen des Lidapparates oder mangelnde Reinigung und Pflege können die Tragedauer negativ beeinflussen. Eine abgenutzte Prothese kann chronische Reizungen der Bindehaut zur Folge haben. Solche entzündlichen Prozesse können auch das verbliebene Auge in Mitleidenschaft ziehen, weshalb wir empfehlen die Prothese jährlich zu erneuern. Wachstumsbedingt ist bei Kindern natürlich ein kürzerer Wechselzyklus erforderlich. Bei jeder Neuanfertigung ist es außerdem möglich, auftretende Veränderungen des Prothesensitzes aufzufangen und somit wieder eine bessere kosmetische Wirkung zu erzielen.